
Gedicht von Goethe
Johann Wolfgang von Goethe befand sich in vornehmer Gesellschaft und wurde
vom Sohn der Gastgeber wie folgt angesprochen: "Hochverehrter Herr
Geheimrat, auch wenn Sie Deutschlands Dichterf�rst sind, m�chte ich Ihnen
dennoch die Wette anbieten, dass ich Ihnen zwei W�rter sagen kann, aus denen
selbst Sie keinen Reim machen k�nnen."
Goethe antwortete: "Junger Mann, ich nehme diese Wette gerne an, nennen Sie
mir die zwei W�rter."
Der junge Mann antwortete: "Die zwei W�rter sind HAUST�RKLINGEL und
M�DCHENBUSEN."
Nachdem Goethe sich einige Minuten zur�ckgezogen hatte, lieferte er als Beweis
daf�r, dass er tats�chlich Deutschlands Dichterf�rst sei, das folgende Gedicht:
Die Haust�rklingel an der Wand,
der M�dchenbusen in der Hand
sind beides Dinge wohlverwandt.
Denn, wenn man beide leis' ber�hrt,
man innen drinnen deutlich sp�rt,
dass unten drau�en einer steht,
der sehnsuchtsvoll nach Einlass fleht.